Résumé de "SpracheSpielen"
I N H A L THELGA ANDRESEN UND FRANZ JANUSCHEK SpracheSpielenI. Vom Spiel im Spracherwerb zum Sprachspiel im Unterricht: Der Motor der Entwicklung darf nicht zum Motivationstrick für das Lernen werdenHELGA ANDRESEN Rollen, Regeln, RätselANJA WILDEMANN Gebärden-Sprache-Spiel - Zum Zusammenhang von Gebärdensprache und Spiel gehörloser VorschulkinderBARBARA LANG ,la-la-la' und ,ackabacka schu': Spielen mit Lauten vom Säuglings-alter bis ins Schulalter - eine entwicklungsorientierte PerspektiveGERLIND
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BELKE Verschiedene Sprachen - gemeinsames Spiel: Die Didaktik des Eigenen und des Fremden im multikulturellen DeutschunterrichtEDUARD HAUEIS Nicht bloß zum Spaß: Spielen im SprachunterrichtTHOMAS ZABKA Reglementierte Freiheit - Produktiver Umgang mit Gedichten als Sprachspiel im UnterrichtII. Wie Erwachsene Sprache spielen und die Grenze zwischen Spiel und Ernst markierenBJÖRN SCHLÜTER Kooperatives Herstellen und Verlassen einer Fantasy-RollenspielweltKERSTIN HILLEGEIST SchauSpielSpracheSprechen: Authentizität auf der BühneHELGA KOTTHOFF Gemeinsame Herstellung humoristischer Fiktionen im Gespräch - Eine namenlose Sprechaktivität in der spielerischen ModalitätKERSTIN TIESTE Angreifen mit Beißhemmung: Frotzeln in politischen Entlarvungs-TalkshowsIII. Linguisten und Philosophen: Sprachen als Bastelspiel, Spiel in der Sprache, Sprache als ein Spiel und Sprache als viele SpieleKATHARINA MATANOVIC Spracherfindung, die heimliche Linguisten-Lust: J.R.R. TolkienFRANZ JANUSCHEK Anspielungen und BeispieleULF HARENDARSKI Niemals Auftauchen: Das große Spiel der Sprache à la BrandomULRICH SCHMITZ Mit ,spielen' spielenTITELZUSATZSprache und Spiel stehen in vielfältigen Beziehungen zueinander: Sprache im Spiel, Sprache als Spiel, Sprache durch Spiel, Spiel mit Sprache. Dementsprechend befassen sich zahlreiche wissenschaftliche Disziplinen mit SpracheSpielen. Der Sammelband zeigt - insbesondere unter didaktischen Aspekten - Verbindungen zwischen verschiedenen Annäherungen an das Thema auf und schafft neue, teils überraschende Zugänge dazu. Anregend und spielerisch geschrieben, laden die Beiträge die LeserInnen zu Sprach-Reflexion und Sprach-Experimenten ein. VERLAGS- UND PRODUKTZUSATZDer Band spürt den vielfältigen Zusammenhängen von Sprache und Spiel aus den Perspektiven verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen und Ansätze nach und schafft durch das Aufzeigen von Verbindungen zwischen diesen neue, auch überraschende Zugänge zum Thema.Im Spiel lernen Kinder nicht nur sprechen und kommunizieren, sondern auch schon Sprache zu reflektieren und mit Sprache zu spielen. Sprachspiele werden später zum unverzichtbaren Bestandteil des Sprachunterrichts und dienen keineswegs bloß zu dessen Auflockerung. Insbesondere in sprachlich heterogenen Lerngruppen kann das Spielen mit Sprache seine Potenz zur Förderung von Verständigung und Sprachbewusstheit entfalten. Wenn Jugendliche oder Erwachsene SpracheSpielen (als SchauspielerInnen, im Fantasy-Rollenspiel, beim Scherzen, Frotzeln, Parodieren, Witze- oder Anekdotenerzählen bis hin zum Erfinden fiktionaler Sprachen wie Klingonisch oder Elbisch), so zeigt sich auch darin immer wieder, wie wichtig es für Menschen ist, Spiel und Nicht-Spiel zu unterscheiden und über beide Handlungsmodalitäten zu verfügen. Insofern ist es auch kein Zufall, wenn der Begriff Spiel zum zentralen Konzept philosophischer Sprachtheorien wurde, und Spiel ist auch nicht zufällig einer der schillerndsten und geläufigsten Ausdrücke der deutschen Sprache.Im Buch werden alle diese Aspekte von SpracheSpielen sowohl einzeln als auch integrativ diskutiert. Die Aufsätze (sämtlich Originalbeiträge) stammen von ausgewiesenen ExpertInnen und von NachwuchswissenschaftlerInnen (Helga Andresen, Gerlind Belke, Ulf Harendarski, Eduard Haueis, Kerstin Hillegeist, Franz Januschek, Helga Kotthoff, Barbara Lang, Katharina Matanovic, Björn Schlüter, Ulrich Schmitz, Kerstin Tieste, Anja Wildemann und Thomas Zabka).Zwar ist das Buch durchaus ernst gemeint; aber gerade deshalb sind die Beiträge auch "spielerisch" zu verstehen: auf Lesevergnügen wurde besonderer Wert gelegt, sprachdidaktische und sprachwissenschaftliche Reflexion sollen ja angeregt werden.